Ludwig Engels in der Partie gegen Wilfried Lange, Bochum 1937 (Foto im Besitz von Hans-Jürgen Fresen, Bochum)
1901
Düsseldorf 03.11.: Gründung des "Niederrheinischen Schachverbandes" (NSV) im Hotel Mataré. Carl Höing stellvertretender (und später erster) Vorsitzender.
1902
Düsseldorf: erstes Turnier um die "Meisterschaft von Rheinland und Westfalen" wird von Ludwig Fuchs (DSV) gewonnen.
1908
Düsseldorf 17.-24.08.: DSV organisiert Wettkampf um die Schach-Weltmeisterschaft (1. Teil) zwischen Emanuel Lasker (USA) und Siegbert Tarrasch.
Düsseldorf 01.-22.08.: DSV organisiert 16. DSB-Kongreß. Das Meisterturnier wird von Frank Marshall (USA) gewonnen. Im Hauptturnier erster Auftritt des 15-jährigen Alexander Aljechin (Rußland) in Westeuropa.
Düsseldorf (im Anschluß an Kongreß): DSV veranstaltet einen spontanen Wettkampf zwischen Alexander Aljechin und Meister Curt von Bardeleben. Aljechin gewinnt sensationell mit 4½-½.
1923
Düsseldorf 07.06.: der jahrzehntelange DSV-Vorsitzende Carl Höing stirbt. Walter Jurgschat wird sein Nachfolger als Verbands- und DSV-Vorsitzender.
Alfred van Nüß zieht nach Düsseldorf und wird bis 1930 Klubmitglied.
1924
Der 18-jährige Ludwig Engels (*11.12.1905 Düsseldorf) gewinnt die Jugendmeisterschaft des DSV.
1925
Der 18-jährige Eduard Schramm wird Verbands-Vizemeister. Ebenso 1926 und 1927.
1926 - 27
GM Réti wohnt in Düsseldorf: "Unterrichtskurse und Simultanspiele".
1927
Ludwig Engels wird erstmals Verbandsmeister.
1928
Dortmund: (mit Spielmann geteilter) 6.-7. van Nüß (DSV), er bezwingt u.a. Bogoljubow und erzielt ein Remis gegen den Turniersieger Sämisch.
1930
DSV veranstaltet "Hollandkampf" zwischen dem Niederländischen und dem Niederrheinischen Schachverband.
1931
Georg Kieninger (*05.06.1902 München) Klubmitglied ab Winter 1930/31 bis (mindestens) Juli 1933.
Düsseldorf: "Mittag-Turnier". 1.-2. Kieninger und Günther Michalowski (*07.08.1911 Düsseldorf), beide DSV, vor van Nüß, Loose, Engels u.a.
Saarbrücken: Michalowski gewinnt die Rheinland-Meisterschaft, vor Loose und Schiefer.
DSV wird hochüberlegen Mannschaftsmeister des NSV ("Dreamteam", mit Kieninger, Michalowski und Engels an den Spitzenbrettern).
Bad Ems: Kieninger (DSV) erringt den Meistertitel des DSB.
Düsseldorf: G. Michalowski gewinnt erneut die Rheinland-Meisterschaft, vor Engels und Hussong
DSV: 2. Wettkampf Kieninger - Engels 8-4.
Josef Bernards (DSV) wird Stadtmeister, vor Loose und Michalowski.
1933
"Gleichschaltung" der Schachvereine. "Säuberungen"......
Bad Pyrmont: Meisterschaft von Deutschland. 3.-4. Kieninger (mit Carls).
1934
Wiesbaden: Engels gewinnt die Rheinland-Meisterschaft.
Köln: 3. Wettkampf Kieninger - Engels 5,5-2,5
DSV im Oktober: zum "80-jährigen" findet ein Jubiläumsturnier statt, das Kieninger gemeinsam mit Elm, H. Hermann und Rogmann gewinnt.
1935
Bad Nauheim: Engels steigt in die internationale Spitzenklasse auf, er wird geteilter 2./3. (mit Eliskases, hinter Bogoljubow).
1936
Dresden 07.-14.06.: 2. wird Engels, nur knapp hinter Aljechin, aber vor Maroczy, Stahlberg, Bogoljubow, Sämisch, Keres, u.a. – Ludwig Engels´ größter Erfolg.
Schacholympiade ("Olympia-Länderturnier") in München: 3. Deutschland, mit Engels (10,5/17) am 3. Brett.
1937
Bad Oeynhausen: Kieninger wird erstmals Meister von Deutschland.
5. Internationales Fernturnier der DSZ beendet: 1.-2. Bernards (DSV), geteilt mit E. Zimmer.
Deutsche Fernschachmeisterschaft: 1.-4. Bernards, gemeinsam mit Eisinger, David, Seibold.
Jubiläumsturnier des Bochumer Schachverein von 1902: 2. Engels (hinter H. Hermann), geteilter 4.-5. Kieninger.
1938
DSV: 4. Wettkampf Kieninger – Engels 7-5.
Krefeld 23 9 - 1.10 : Jubiläums-Meisterturnier des dortigen Schachklubs "Turm" von 1851. 1.-2. Eliskases und Kieninger, 3. Engels.
1939
Schacholympiade in Buenos Aires: Ludwig Engels erfolgreichstes (14/16 P.) Mitglied (am 3. Brett) der siegreichen deutschen Olympia-Mannschaft. Er bleibt nach Kriegsausbruch in Südamerika.
1940
Bad Oeynhausen: Kieninger zum zweiten Mal Meister von Deutschland.
Günther Michalowski stirbt in Paris.
1941
Engels reist nach Brasilien und lebt ab 1946 in São Paulo.
1942
Ernst Ziegler wird zum dritten Mal Vereinsmeister. Der Klub wird während der Kriegsjahre nachweislich durchgehend geführt
1947
Weidenau: Georg Kieninger wird zum dritten Mal Meister von Deutschland. Er wird 1950 zum Internationalen Meister ernannt
1947 - 54
Dr. Hans Rasquin ist DSV-Vorsitzender und zeitweise auch Vorsitzender des Beirates des Schachbundes Nordrhein-Westfalen (SBNRW) sowie Vorsitzender des NSV.
1950 - 52
Dr. Hans Rasquin ist erster Bundesturnierleiter des 1950 wiedergegründeten DSB..
1952
Ludwig Engels größter Erfolg in Brasilien: Mit Rabar (Jugoslawien) geteilter 1./2. in São Paulo, vor Rossetto und Eliskases.
1954
100-jähriges Jubiläum: Heinrich Lohmann gewinnt Jubiläums-Blitzturnier
Boskamp-Bericht über die DSV-Geschichte erscheint in den "Düsseldorfer Nachrichten".
1955
Georg Kieninger zieht endgültig nach Düsseldorf, hat aber nur noch lose Kontakte zum alten Klub.
1957
Südamerikanisches Zonenturnier in Rio de Janeiro: 5. Ludwig Engels als nunmehr "bester Brasilianer".
1959
Erste Düsseldorfer Ingo-Liste: sieben DSVer unter den ersten 60.
1960
Es wird ein Höchststand von 112 Mitgliedern erreicht. Anzahl sinkt dramatisch in den folgenden Jahren.
1961
Unsere Erste steigt aus der Verbandsliga ab. Eine dramatische Talfahrt beginnt ...
1966
DSV nimmt nur noch mit einer Mannschaft am Spielbetrieb teil. Die "Erste und Einzige" steigt ab in die 2. und später sogar in die 3. Bezirksklasse.
1967
10.01. Ludwig Engels stirbt in São Paulo. Der Schachklub São Paulo von 1902 (CXSP) ehrt ihn bis heute mit einem jährlichen Gedenkturnier, dem "Ludwig Engels Memorial".
1972
Tiefstand von 13 Mitgliedern wird erreicht. Mitgliederzahl steigt erst seit 1978 wieder stark an.
1975
25.01.: Georg Kieninger stirbt in Düsseldorf.
1979
22.09.: Zum 125-jährigen veranstaltet DSV ein Jubiläums-Schnellturnier für Vierer-Mannschaften. Sieger Ratingen, vor Turm Krefeld und En Passant.
1980
Erstmals hat der "alte Klub" wieder mehr als 40 Mitglieder.
1983
Der spätere FIDE-Meister Wolfgang Koch wird Klubmitglied (bis 1984).
1985
Gabi Ringelstein wird überlegen NRW-Blitzmeisterin bei den Damen.
1989
Umzug in die "Diakonie". Peter Ringelstein, geb. Weber, wird Vorsitzender.
1990
Advents-Schnellturnier: 1. R. Jajonek (DSG), 2. W. Koch (ehemals DSV).
1996
Erstmals nimmt unser Damenteam an den Wettkämpfen teil, es spielt seitdem in der Damen-Regionalliga.
1999
Unsere Erste gewinnt die Bezirks-Mannschaftsmeisterschaft und steigt in die Verbandsklasse auf. Dort kann sie sich zwei Jahre lang behaupten – der größte Mannschaftserfolg seit den 1950er Jahren.
2000
Weihnachts-Schnellturnier: gemeinsame Sieger sind D. Angermünde, M. Arounopoulos und FM W. Koch.