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Im sechsten Saisonspiel hatten wir die erste Mannschaft der SG Hochneukirch zu Gast. Neben dem Aspekt, dass es diese Begegnung in der Vergangenheit schon mit den unterschiedlichsten Ausgängen gegeben hat, trafen mit den Plätzen 2 und 3 auch zwei direkte Tabellennachbarn aufeinander. Die Ausgangssituation war für uns nicht leicht, da wir direkt auf drei Spieler verzichten mussten, welche nominell an den Brettern 1 bis 3 aufgestellt sind. Dies bedeutete neben erforderlichen Verstärkungen auch ein Hochrücken der übrigen Spieler.

Die ersten Partien endeten mit zwei Remisen von Frank Hammes und Arne Dörnbrack nach ausgeglichenem Verlauf zunächst ohne besondere Aufregung. Etwas später sahen auch Armin Bier und sein Gegner keine vorteilhaften Verstärkungen ihrer Position mehr und einigten sich ebenfalls auf eine Punkteteilung. Deyaaeldeen Ahmed  stand schon mit dem Rücken zur Wand, da sein Gegner nicht nur die vorteilhaftere Position, sondern auch noch starkes Angriffspotential hatte. Ein Dauerschach war bereits unvermeidlich, jedoch spielte der Gegner aufgrund der Vorteile auf Gewinn. Hierbei übersah er jedoch, dass ein Turm über eine entfernte Deckung verfügte und nicht zu schlagen war. Dies führte dazu, dass Deyaaeldeen noch den ganzen Punkt für sich verbuchen und uns in Führung bringen konnte. Frank Ackermann  spielte eine starke Partie. Er sicherte sich aus der Eröffnung heraus bereits positionelle Vorteile und baute diese im Laufe der Partie immer weiter aus. Aufgrund einiger verlorener Tempi und der sich daraus ergebenden ungünstigen Figurenpositionen konnte der Gegner auch keinerlei Gegenspiel entwickeln und musste sich am Ende geschlagen geben. Mikhail Eltsin  übte Druck auf den Königsflügel seines Gegners aus und dieser versuchte seinerseits einen Damenflügelangriff zu starten. Dies führte dazu, dass sich die Möglichkeit eines Figurenopfers in die Königsstellung des Gegners ergab. Diese Chance nutzte Mikhail und konnte anschließend den gegnerischen König auf das offene Feld jagen und matt setzen. Damit war der Kampf bereits zu unseren Gunsten entschieden. Peter Juziak  spielte eine solide Partie, bei welcher es ihm gelangt, im Endspiel zwei weit vorgerückte verbundene Freibauern zu erreichen und diese gewinnbringend einzusetzen. Auch Johann Pazdzior  hatte sehr gute Chancen in seiner Partie zu punkten. Er hatte lange Zeit eine Figur gegen zwei Bauern mehr und verteidigte sich solide gegen gegnerische Kompensation. Im Endspurt der ersten Zeitkontrolle übersah er dann jedoch eine Fesselung, welche die Rückgabe der Figur kostete und somit dann zwei Minusbauern bedeutete. Diesen Vorteil gab der Gegner schließlich nicht mehr aus der Hand, so dass der Kampf mit einem 5,5:2,5 für uns endete.

Die nächste Runde wird uns dann am 01.03.20 nach Wuppertal gegen die dritte Mannschaft des dortigen Bahn SC führen.

Geschrieben von Frank Hammes