2. Mannschaft enttäuscht schwer gegen Rheinhausen II

Heute wollten wir den Klassenerhalt praktisch sichern. Ein erster Blick auf die Aufstellung des Gegners ließ dieses Vorhaben als gut umsetzbar erscheinen, fehlten doch bei Rheinhausen neben den üblichen 3 Spitzenbrettern auch die nominellen Bretter 4 und 6. Gemessen an der DWZ waren wir an allen Brettern und im Schnitt pro Brett mit etwa 130 Punkten im Vorteil. Einmal mehr verschaffte sich schließlich aber die alte Weisheit Geltung, dass Menschen und nicht DWZ-Zahlen gegeneinander spielen.

Dabei fing es nicht einmal schlecht an. Kurz nach meinem Schwarzremis brachte uns Martin an Brett 4 gegen 12:30 Uhr mit einer überzeugenden Angriffspartie mit 1,5 : 0,5 in Führung. Dies war auch der Zwischenstand zur Zeitkontrolle. Zwar erhöhte Jochen an Brett 5 gegen 14:35 Uhr sogar auf 2,5 : 0,5, an manch anderem Brett zeichnete sich aber schon seit einiger Zeit Ungemach ab. Und nachdem Johann an Brett 8 und etwa 10 Minuten später Klaus an Brett 2 gegen 14:50 Uhr trotz bis dahin intensiv geleisteter Verteidigungsbemühungen aufgeben mussten, war der Ausgleich zum 2,5 : 2,5 gefallen. Gegen 15:10 Uhr gab sich dann nach bitterer Gegenwehr auch Christian an Brett 1 geschlagen und Rheinhausen ging mit 2,5 : 3,5 in Führung.

Nun liefen noch 2 Partien. Ein 4 : 4 hätte uns jetzt immer noch gereicht, um Rheinhausen in der Tabelle auf Abstand zu halten und dies schien auch noch möglich, wenngleich auch eher unwahrscheinlich. Heinz an Brett 6 bemühte sich mit optisch leichtem Vorteil bei relativ vollem Brett um den Sieg, während Thomas an Brett 7 ein schwieriges Turmendspiel verteidigen musste. Die Spannung stieg immer mehr. Heinz versuchte vieles, kam aber noch nicht richtig voran. Thomas entschied sich nun statt weiterer rein defensiver Verteidigung für einen eigenen Freibauern. Schritt für Schritt sah der endspielunerfahrene Berichterstatter an Brett 7 nun aber immer Lästigeres, was schließlich gegen 15:55 Uhr in der Aufgabe von Thomas mündete, worauf auch bei Heinz ein Remis vereinbart wurde und der vor dem Spiel von mir so kaum für möglich gehaltene Endstand von 3 : 5 erreicht war.

Mit diesem Ergebnis haben wir uns nun in die Niederungen des Abstiegskampfes begeben. Die beiden nächsten schweren Auswärtsspiele beim DSK und in Velbert lassen befürchten, dass wir dort noch etwas verweilen werden.

 

Wolfgang Rößler