Auch wenn unsere Gegner nicht in Originalbesetzung antreten konnten, kann man unseren zweiten Sieg in Folge durchaus als souverän bezeichnen, da keine einzige unserer 8 Partien verloren ging.

Frank Hammes bekam von seinem Gegner eine eher ausgefallene Eröffnungsvariante "serviert", doch unser Mannschaftsführer wusste zumindest insoweit damit umzugehen, als er im Mittelspiel eine ausgeglichene Position erreichte. Folgerichtig einigte man sich hier auf ein Remis. Torsten Fink kam gut aus der Eröffnung, musste jedoch genau spielen, um seiner Favoritenrolle gerecht werden zu können. Nachdem ihm dies gelungen war brachte er uns damit den ersten vollen Brettpunkt ein. Tilman Schülke verschaffte einem seiner Springer ein ideales Feld, doch im Gegenzug erreichte sein Kontrahent eine starke offene Turmlinie. Dieses Gleichgewicht spiegelte sich dann auch im Mittelspiel wieder, als Tilman dank zweier Drohungen eine Zugwiederholung erzwingen konnte. Mit diesem Remis stand es zwischenzeitlich 2:1 für uns. Frank Ackermann war nach eigener Aussage nicht ganz zufrieden mit seinem Partieverlauf. Doch insgesamt  konnte er die stärkeren Akzente setzen und dadurch am Ende den Gegner matt setzen. Dies bedeute eine Erhöhung auf 3:1.Michael Glahn am Spitzenbrett verschaffte sich als Kompensation für eine Qualität einen doppelt gedeckten Freibauern in der Brettmitte, welcher stets gefährlich blieb. In einer relativ wilden Partie mit beiderseitigen Chancen gab es dann jedoch ebenfalls ein Unentschieden. Arne Dörnbrack kam auch gut aus der Eröffnung. Doch aufgrund seiner offenen Königsstellung war ein Dauerschach durch die gegnerische Dame möglich. Da keiner der Spieler eine echte Gewinnoption für sich sah, einigte man sich auch hier auf eine Punkteteilung, so dass es bereits 4:2 für uns stand. Peter Juziak stand nach der Eröffnung sehr stark unter Druck. Doch sein erfahrener und starker Kontrahent ließ mehrere sehr gute Züge aus, die in ihrer Gesamtheit vermutlich den Partieverlust für Peter zur Folge gehabt hätten.  Aber so konnte Peter durch eine taktische Abwicklung die Damen tauschen und in ein zumindest leicht vorteilhaftes Turmendspiel überleiten. Sein Gegner sah sich aufgrund der fehlenden Gewinnperspektive jetzt veranlasst ein Remis anzubieten, welches durch Peter daraufhin angenommen wurde. Damit war unser Sieg bereits in trockenen Tüchern. Mikhail Eltsin hatte sich nach einer starken Druckphase seines Gegners in ein Turmendspiel mit gleichen Bauern retten können. Dies schien ihn ermuntert zu haben, auch beim Stand von 4:2 noch ein Remisangebot seines Kontrahenten auszuschlagen.  Allerdings führte Mikhails Risikobereitschaft nicht zum Gewinn der Partie, jedoch konnte am Ende auch hier noch das Remis notiert werden. Dadurch konnten wir uns über einen sehr schönen 5:3-Sieg freuen, der uns noch realistische Chancen gibt, einen der begehrten Plätze in der ersten Tabellenhälfte zu erreichen.


Geschrieben von Tilman Schülke